Montag, 12. April 2010

36) Popperöder Bach und Schwemmnotte

Heute lade ich noch mal zu einem kleinen Spaziergang am Popperöder Bach ein, der ja bereits vor der Breitsülze für Mühlhausen von Bedeutung war.

Ursprünglich soll ja der Bach als Swelmena zur Altstadt geflossen sein. Daher kommt wahrscheinlich auch die Bezeichnung als Schwemmnotte im Stadtgebiet.
1199 soll dann die Popperöder Quelle durch ein Erdbeben entstanden sein, so daß der Wasserlauf, der noch aus weiteren Quellen gespeist wurde, eine ständige Wasserversorgung für die Stadt sicherte.

So fanden dann auch seit Anfang des 17. Jahrhunderts jährlich die Quellfeiern an der Popperöder Quelle statt, die mit ihrer Einfassung und dem Brunnenhaus von 1614 zu den schönsten Quellen Thüringens zählt.
Erst waren es nur die Schüler des Gymnasiums, die hier mit den Lehrern, den Eltern und den Gästen aus nah und fern feierten. Später waren es vor allem die Volksschulen, die hier im Wechsel das Brunnenfest feierten.
Die festlich gekleideten Mädchen und Jungen zogen mit Musik von ihrer Schule nach Popperode, wo nach der Ansprache des Direktors und dem Gesang der traditonellen Brunnenfestlieder, die Blumengebinde der Quelle übergeben wurden.
Dann gab es Kaffee und Kuchen, Spiele und Tänze auf der Festwiese und Musik und Tanz im Biergarten.

Als dann die Gaststätte von Popperode in den sechziger Jahren geschlossen wurde, fand der gemütliche Teil auf der Schwanenteich-Terrasse statt.
Auch sonst war das Terrassencafé am Schwanenteich beliebt bei Jung und Alt. Und natürlich auch der Gondelteich und das Schwimmbad, das nach seiner Modernisierung "Bad der sozialistischen Jugend" hieß.
Hinter dem Schwanenteich, wo der Popperöder Bach früher auf der Nordseite zur Schneidemühle floss, wechselte der Wasserlauf zur Südseite und floss dann beim Gänsedörfchen vorbei zum Obermühlenweg.




Hier lagen dann, noch vor der eigentlichen Nikolai-Vorstadt, die Obermühle, die Mittelmühle, die Rote Löwenmühle, die Kettenmühle und die Pulvermühle.








Bei der Pulvermühle zweigte ein Seitenarm des Popperöder Baches zur Wanfrieder Straße ab, der dann erst am Kugelleich wieder in den Bach mündete.












Der Popperöder Bach floss entlang der Kettengasse und gelangte bei der heutigen Lutterodtstraße in die Vorstadt St.Nikolai, wo er nördlich der Spielbergstraße zur Weidenmühle weiterfloss.
1525 hatte Klaus Weidenmüller Heinrich Preiffer bei sich aufgenommen, der sich hier auch mit seinen Anhängern traf.
Als 1633 weimarische Truppen in die Stadt einrücken wollten, wurden die Tore geschlossen. Deswegen sperrten die Soldaten am Blobach und bei der Weidenmühle die Wasserzuläufe zur Stadt ab und zogen erst nach einer Intervention der Stadt beim Fürsten wieder ab.



Hinter der Weidenmühle biegt dann der Bach nördlich der Spielbergstraße nach Norden ab.
Hier muß der Bach früher recht tief gewesen sein, den 1741 ertrank hier "... ein alte Magd beim Mäuerchen hinter der Weidenmühle ..." und 1761 ertränkte sich hier "... ein Tuchmacher mit Namen Schramm von St.Nikolai, er konnte sich mit seiner Frau nicht vertragen ..."



Hinterm neuen Brunnen floss der Bach dann zum Kugelleich. Hier dürfte der älteste Teil der Nikolai-Vorstadt gelegen haben. Denn gleich nebenan lag der Bühl der Herren von Bodenstein, nach dem dann der Lindenbühl benannt wurde. Ein Bühl war ein befestigter Feudalhof und der Sitz der Bodensteiner könnte hier schon vor dem Bau der Stadtmauer eine wichtige Rolle zum Schutz der Stadt des Königs gespielte haben.
Bei der Verlängerung der Brunnenstraße fand man hier Hinterm neuen Brunnen Reste ehemaliger Häuser und eines früheren Brunnens.




Die Kugelleichsmühle war dann die letzte der acht Mühlen am Popperöder Bach, der dann nach der Unterquerung der Stadtmauer als Schwemmnotte bezeichnet wurde.
Die Kugeleichsmühle könnte früher den Herren von Bodenstein gehört haben, die im 13. Jahrhundert ihre Mühle am Entenbühl der Stadt verkauft hatten.






Bald hinter dem Felchtaer Tor zweigte ein breiter Straßenbach von der Schwemmnotte ab, der durch die Felchtaer Straße zum Untermarkt weiterfloss.
Die Schwemmnotte floss unter dem im 16. Jahrhundert errichteten Färberhaus zur Pfeffermühle und dann am Badergäßchen vorbei in Richtung Rathaus.
Natürlich wurde das Wasser durch die Färberei verunreinigt und so kam es des öfteren zu Beschwerden der Anreiner am Ledern Käppchen über das ".. verdorbene Wasser ..."



Am Badergäßchen, wo heute die Neubauten aus den achtziger Jahren stehen, war früher eine Badestube. Der Bader hatte besonders im Mittelalter eine wichtige Funktion. Hier konnte man nicht nur baden, sondern bekam auch Haare und Bart geschnitten und Zähne gezogen.
Sogar kleine Operationen wurden vom Bader durchgeführt.
Später wurde dann aus dem Bader der Barbier, der nur noch für Bart und Haare zuständig war. Die Badestuben kamen dann im 18. Jahrhundert aus der Mode und verschwanden nach und nach.
Der Bachlauf der Schwemmnotte am Badergäßchen wurde in den achtziger Jahren neu gestaltet.



Bei der Ratstraße floss die Schwemmnotte dann unter dem ältesten Teil des Rathauses entlang.
Der Regierungssitz des Rates der Freien Reichsstadt war wohl um 1300 bewußt über dem Bach erichtet worden, um so die Altstadt im Süden mit der Neustadt im Norden zu verbinden.
Anscheinend hatte das Rathaus schon im 12. Jahrhundert einen Vorgängerbau, vielleicht den Sitz des königlichen Präfekten oder Stadtvogtes, der hier an der Grenze zur Neustadt und St.Jakobi errichtet wurde.
Unmittelbar neben dem Bach befand sich im ersten Rathausanbau das Stadtgefängnis, das damals auch als Teufelsbad bezeichnet wurde.
Hinter dem Rathaus floss der Bach dann an der Nordseite des Barfüßerklosters weiter in Richtung Entenbühl.

Auf dem Damm, wo heute noch einige alte Gerberhäuser stehen, hat man noch einen schönen Blick zur Kirche des früheren Barfüßerklosters am Kornmarkt.
Sowohl die Gerber in der Wahlstraße und der Kuttelgasse, nutzten das Wasser der Schwemmnotte. Mühlhäuser Leder war früher weithin bekannt und so gab es dann im 19. Jahrhundert hier auch einige Lederfabriken. Dafür verschwanden die kleineren Gerbereien und zuletzt war nur noch der Gerber Jürgen Stölker in der Zöllnersgasse übrig.
In den letzten Jahren war man bemüht, das historische Ensemble an der Schwemmnotte zu erhalten, aber so richtig befriedigt das Ergebnis noch nicht.



Am Entenbühl trieb der Bach früher die Malzmühle, die im 13. Jahrhundert von den Herren von Bodenstein an die Stadt verkauft wurde.
Auch hier befand sich ein Bühl - d.h. ein früher befestiger Feudalhof - wo sehr wahrscheinlich ein wichtiger Gefolgsmann des Königs wohnte.
Die Mühle wurde noch bis 1914 betrieben und später abgerissen.
Vom Entenbühl floss der Bach dann über die Brückenstraße zum Brückenkloster, das 1227 von den Magdalenerinnen gegründet wurde. Hier überbrückte der Straßenbach der Breitsülze von der Wahlstraße kommend, wie auch schon in der Linsenstraße, den Wasserlauf der Schwemmnotte.
Am Entenbühl und im Brückenkloster verlief der Bach dann abgedeckt und trat erst in der Meißnersgasse, wo er die Meißnersmühle trieb, wieder hervor.

Auch in der nachfolgenden Allerheiligengasse wohnten einige Gerber, in der Nähe des Wasserlaufes.
Ein großer Teil der alten desolaten Häuser in der Meißners- und Allerheiligengasse wurde dann abgerissen. Dafür wurde hier der Wasserlauf am neuen Wachsmuthweg wieder in seiner historischen Form hergerichtet.
Der neu angelegte Fußweg soll an den aus Mühlhausen stammenden Minnesänger Wachsmut von Mühlhausen erinnern und zwischen Untersteinweg und Meißnersgasse ein Stück der Schwemmnotte erlebbar machen.



Am unteren Steinweg, der früher "Auf der Pfuhlbrücke" hieß, floss dann der dritte Straßenbach über die Schwemmnotte, die hier die Straße kreuzte.
Auf der Westseite der Straße befand sich früher die Pfuhlbrückenmühle, die 1689 abbrannte und durch die Hanfssackmühle auf der Ostseite des unteren Steinwegs ersetzt wurde. Aber auch diese letzte Mühle an der Schwemmnotte wurde schon im 19. Jahrhundert stillgelegt und später abgerissen.
An der Pfuhlbrücke befand seinerzeit auch die zweite Badestube an der Schwemmnotte, die aber schon im 17. Jahrhundert - wahrscheinlich nach dem Großen Stadtbrand - verschwand.



Am Hanfsack machte der Bach dann einen großen Bogen, erst nach Norden, dann nach Westen und wieder nach Norden, wo er unter der Stadtmauer zum Kreuzgraben floss und von hier in den Mühlgraben.
Wahrscheinlich hatten am späteren Hanfsack die hier liegenden ehemaligen Feudalhöfe - der Görmarer Hof, der Mihlaer Hof und der Worbiser Hof - den Verlauf des Baches bestimmt.
Früher als Trennlinie zwischen Unter- und Oberstadt und als wichtiger Wasserlauf für die Müller, Färber und Gerber, ist die Schwemmnotte heute "nur" noch ein Wasserlauf, der ab und zu an die Geschichte der Stadt erinnert.



Übrigens .., Geschichte ...,
da fragte neulich jemand, ob denn auch ein "richtiger" geschichtlicher Überbllick geplant sei ...
Aber ja ..., allerdings muß das Ganze in mehrere Beiträge unterteilt werden und so ganz wissenschaftlich sollen diese auch nicht gestaltet werden.

Smilie wird Sie mit Rosinante beim Gang bzw. Ritt durch die Geschichte der Stadt Mühlhausen begleiten .....

Freitag, 9. April 2010

35) Fischteiche und Fischerei in Mühlhausen

Die Fischerei,
heute mehr eine Angelegenheit für Hobbyangler, hatte früher für die Mühlhäuser eine wesentlich höhere Bedeutung, gehörte doch der Fisch mit zu wichtigsten Nahrungsmitteln.

Während die Flußfischerei ebenso wie die Jagd das Vorrecht des Grundherren war, wurde dann die Fischzucht in Fischteichen erst von den Klöstern und dann auch von der Stadt betrieben bzw. verpachtet.

Wahrscheinlich Ende des 13. Jahrhunderts soll das Kloster Zella unterhalb von Popperode zwei Fischteiche angelegt haben. In den folgenden Jahrhunderten wurden weitere Teiche von der Stadt eingerichtet. So der oberste Kämmereiteich um 1550 und der größere Unterteich bereits im 14. Jahrhundert.
Während die oberen Popperöder Teiche um 1820 trocken gelegt wurden, blieb der Unterteich als Schwanenteich bis heute erhalten.


Überwiegend für die Fischzucht wurden westlich und nördlich der Innenstadt sogenannte Mutter- und Hälterteiche angelegt.
Während Petri-, Pforten- und Burgteich überwiegend der Aufzucht dienten, wurden die Itschenteiche westlich der Stadtmauer für die Hälterung der Fische vor dem Verkauf benutzt.


In die Popperöder Teiche, hier auf einer Karte von 1741 - die allerdings nach heutigem Verständnis auf dem Kopf steht - wurden dann die Jungfische aus den Mutterteichen eingebracht.
Die Teiche mußten aber öfters entschlammt werden und oft beschwerten sich die Pächter über die unzumutbaren Verhältnisse. Für diese Arbeiten hatte der Rat zwei Teichknechte angestellt, die aber später auch von den Pächtern bezahlt werden mußten.
Gezüchtet und gefangen wurden überwiegend Karpfen, aber auch Hechte, Barsche und Schleien. So im Jahre 1765 "... insgesamt 1.311 vier- bis fünfpfündige Karpfen und 282 Hechte von denselbem Gewichte, ohne die vielen Schleien und Blechfische..."
An der Nordostecke des unteren Popperöder Teiches stand dann bis 1900 ein Fischhaus. Ein zweistöckiger Fachwerkbau, in dem die Fischereigeräte aufbewahrt wurden und das auch zum Verkauf des Fangs diente.
Die Insel mitten im Teich war 1858 bei einer erneuten Entschlammung angelegt worden und diente künftig den hier angesiedelten Schwänen als Brutstätte.
Als dann Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle der früheren Schneidemühle das Schwanenteich-Restaurant entstand, erhielt auch der bisherige Popperöder Teich seinen neuen Namen.
Mit dem angrenzenden Schwimmbad, dem Gondelbetrieb und den schönen Promenadenwegen am Ufer, wurde der Schwanenteich zum beliebten Ausflugsziel der Mühlhäuser, an dessen Ufer aber auch noch ab und zu ein Angler zu sehen war.



Der Verkauf der Fische wurde vom Rat der Freien Reichsstadt streng reguliert. So wurde den Pächtern untersagt, die gefangenen Fische nach außerhalb zu verkaufen.
Sechs Fischmeister und ein Marktmeister achteten auf die Durchsetzung der Bestimmungen.



Außerdem gab es natürlich noch Vorschriften wann und wieviel gefischt werden durfte, damit die Aufzucht gesichert blieb.
Für den Rat und die Fischmeister waren von den Pächtern entsprechende "Präsentfische" abzuliefern, so im Jahre 1652 insgesamt 456 Pfund Karpfen und 160 Pfund Hechte.
Als die Stadt dann 1802 an Preußen kam, viel die Ablieferung der Präsentfische überwiegend weg, dafür hatten die Pächter aber einen größeren Betrag an die Kämmereikasse zu zahlen. 1807 unter französischer Verwaltung wurde das "Fischdeputat" wieder eingeführt, um dann unter der erneuten preußischen Regierung wieder abgeschafft zu werden.
Der Rat hatte nicht nur den Fang und Verkauf der Fische aus dem Gebiet der Stadt unter Kontrolle, sondern auch den Verkauf von Fisch durch auswärtige Händler. Hier gab es konkrete Zollbestimmungen und Vorschriften für den Weiterverkauf.
So hieß es: "... wer grüne Fische allhier verkaufen will, der soll keine todten Fische unter den Lebendigen haben,,," Zum Essen "untüchtige" Fische sollten weggenommen und in die Unstrut geschüttet werden.



Auch über die Ausgaben für die Fischerei wurde genau Buch geführt. So hieß es 1675: "Bei der Fischerei wurden gebraucht 4 Personen im Teiche, 4 Personen außerhalb des Teiches und für die Speisung des Fischherrn und der Arbeiter. insgesamt = 60 Fl., 17 Gr. und 4 Pfg." Die Reinigung der Teiche hatte 30 Fl. gekostet und die Teichknechte hatten 9 Fl. und 3Gr. erhalten.
Beim Fischen wurde der Fangplatz mit einem Seil abgesperrt, das von Fremden nicht übertreten werden durfte. Wer es trotzdem tat, "... der soll darum .. ernstlich gestraft werden...".

Der Petriteich lag zwischen der Petrikirche und der Schaffentorstraße vor dem Wall des Hirschgrabens. Er diente, wie der Pfortenteich, als Mutterteich überwiegend zur Fischzucht.
"... Anno 1572 ist der Petersteich drei Stich tief ausgegraben worden ..." berichtete die Chronik und "... Anno 1591 ist der Teich bei S.Peters Kirche wieder gerichtet worden ..."
Der Petriteich erhielt sein Wasser vom Straßenbach der Breitsülze in der Holzstraße.


Der Pfortenteich, der durch einen Damm vom Petriteich getrennt war und bis zur Straße vor dem Pfortentor reichte, erhielt sein Wasser vom Petriteich.


Als 1802 die Preußen die Stadt besetzten, fischten zahlreiche Soldaten aus dem Pforten- und Burgteich "... die schönsten Laich- und Setzkarpfen ... heraus, was sie konnten ..."
Auch der Burgteich, der vor der Stadtmauer vom Pfortentor bis zum Burgtor reichte, erhielt sein Wasser über den Petriteich und Pfortenteich vom Straßenbach der Breitsülze.
In den Teich, dessen Wasser dann in den Mühlgraben abfloss, mündeten mehrere Abzüge aus der Oberstadt, so daß bei niedrigem Wasserstand "üble Dünste" aufstiegen.
1820 beschloss dann der Rat die Mutterteiche vor der Stadtmauer und die oberen Popperöder Teiche trocken zu legen, da die Unterhaltung zu Aufwendig sei.

Damit war auch die Zeit des Badekorbes vorbei, der hier am Burgteich von 1568 bis 1752 stand.
"Gebadet" wurden hier Täter, die kleinere Straftaten begangen hatten; eine Prozedur, die viele Schaulustige anzog.
Der Deliquent kam in einen Holzverschlag, der unten eine Falltür hatte. Dann wurde er über den Teich geschwenkt "... und wenn hernach die Herren Semner Befehl gaben ... da ging es plump, da lag er drin im Teiche ..." Je nach Höhe der Strafe wurde das "baden" meißt mehrmals wiederholt.

Die Itschenteiche vor der westlichen Stadtmauer, hatten ihren Namen von den Fröschen (Itschen) erhalten, die hier allabendlich ertönten. Als Hälterteiche für gefangene Fische vorgesehen, waren sie öfter versumpft und zugewachsen, so daß sie schon 1687 verfüllt wurden.
Hier entstand dann am Bastmarkt ein "Lustgarten" und Anfang des 19. Jahrhunderts ein Turnplatz des Gymnasiums.
Auch die übrigen Teiche vor der Stadtmauer wurden dann nach und nach zu Wiesen und Grünanlagen umgestaltet.
So entstanden Ende des 19. Jahrhunderts die Anlagen an der Burg und erst um 1936 die Anlagen am Petri- und Pfortenteich.
Die ehemaligen Kreuzteiche, die am Kreuzgraben vor der Stadtmauer lagen, müssen dagegen schon früh verschwunden sein, denn sie wurden zuletzt im 17. Jahrhundert erwähnt.

Die beiden Thomasteiche im Südwesten der Stadt zwischen dem Schwanenteich und dem Gut Weidensee, sind laut Altenburg 1611 gegraben worden und wurden, wie die anderen Fischteiche, meißt für die Dauer von 6 Jahren verpachtet.
1820 hieß es dann zum Thomasteich: "... kaum ein Drittel desselben hält noch freies Wasser, das übrige ist mit Schilf und anderen Sumpf- und Wasserpflanzen bedeckt ..."
Dieser Zustand hat sich bis heute erhalten, so daß hier jetzt neben Fischen auch zahlreiche Wasservögel zuhause sind, die hier wegen der Lage abseits der Straße, ziemlich ungestört leben.



Auch der Schwanenteich wurde immer mehr vom Fischteich zum Ententeich und - wie der Name schon sagt - zum Schwanenteich. Wie bei den anderen ehemaligen Teichen ist aber auch hier eine regelmäßige Pflege erforderlich und so steht in diesem Jahr mal wieder eine Generalüberholung an.
Es gibt also hier zur Zeit keine Fische mehr und auch die Enten und Schwäne sind umgezogen.



Quellen:
- Jordan, Chronik der Stadt Mühlhausen
- Bernhard Klett, Die Geschichte der Jagd und Fischerei im Gebiete der Kaiserlichen Freien Reichsstadt Mühlhausen, 1924



Übrigens -,
der DDR-Werbe-Slogan: "... jede Woche einmal Fisch ..." war ja garnicht so verkehrt und das wußten auch unsere Vorfahren schon (obwohl es noch keine DDR gab) und heute gibt es vor allem immer welchen, was ja früher und in der DDR-Zeit nicht immer gesichert war.






Also dann ..., Petri heil ... oder so. :-)















Dienstag, 6. April 2010

34) Gartenlokale in Mühlhausen


Gartenlokale in Mühlhausen ...,

wieder mal eine Überschrift, die falsche Hoffnungen erwecken könnte, denn der größte Teil der aufgezeigten Lokalitäten gehört schon wieder der Geschichte an.
Fast alle Gartenlokale entstanden hier im 19. Jahrhundert bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts, als Mühlhausen sich zu einer kleinen Inustriestadt entwickelte.
Früher traf man sich zum Brunnenfest an der Popperöder Quelle oder zur Holzfahrt im Stadtwald, aber ansonsten war man auf die Gastwirtschaften in der Stadt angewiesen.
Mit den neuen Fabriken veränderte sich auch die Bevölkerungsstruktur der Stadt. Die Arbeiter wollten am Wochenende mal raus aus der Stadt und die bessere Gesellschaft ebenfalls.


So entstanden in den Vorstädten nach und nach Gartenlokale, die neben einem Festsaal meißt größere Freisitzflächen hatten.
Teilweise lagen dann die Restaurants in landschaftlich schönen Gebieten, wie an den Qellen des Popperöder Baches oder der Breitsülze und dann nach dem Bau der Straßenbahn zunehmend auch am Stadtwald.
In einigen Gartenlokalen fanden sonntags Freiluftkonzerte statt (bei schlechtem Wetter im Saal) und in einigen war am Wochenende regelmäßig Tanz.

Wie in Popperode, fanden ab 1823 auch an der Breitsülze die Quellfeiern der Volksschulen statt und 1837 ließ der Gastwirt Eisenhardt das Restaurant "Zur Breitsülze" bauen.
Die gern besuchte Ausflugsgaststätte ging dann 1972 an den VEB Landschafts- und Grünanlagenbau, wurde nach der Wende wieder Privat betrieben und 200l vom Eigentümer - der TUPAG-AG - abgerissen .... Es rechnete sich nicht mehr!!!


1834 wurde in der Stadtchronik "Eisenhardts Schenkhaus" erstmals erwähnt.
Mit der Einführung der Gewerbefreiheit Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden jetzt auch in den Vorstädten - wo bisher immer nur ein Wirtshaus erlaubt war - neue Gaststätten, oft auch mit Saal und Biergarten.
Aber hier wurde nicht nur getanzt und gefeiert. Besonders um 1900 fanden hier auch öfters politische Veranstaltungen statt.
So organisierten die Sozialdemokraten hier 1910 eine Protestveranstaltung, an der über 500 Männer und Frauen teilnahmen, die einen Beschluss zur Senkung der erhöhten Milchpreise forderten. (... das waren noch Zeiten ...)
Noch in der DDR-Zeit war Eisenhardts Lokal ein beliebtes Tanzlokal, wo Tanzabende, Tanzstunden und Maskenbälle stattfanden.
Dann übernahm der Verband der Kleingärtner und Kleintierzüchter die Gaststätte, die dann immer weniger von der übrigen Bevölkerung genutzt wurde.
Nach der Wende wurde die Gaststätte aufgegeben und wenn nicht der Denkmalsschutz ein Auge auf das historische Objekt geworfen hätte, wäre hier wahrscheinlich schon wieder eine Baulücke.

Mit dem Ausbau des Bahnhofviertels ab 1870 entstanden auch einige Straßen in Richtung Rieseninger Berg, über den schon früher alte Fernstraßen geführt hatten.
Hier entstand 1902 - 04 nach Plänen des Stadtgärtners Pollex ein Stadtpark mit Festwiesen und Goldfischteich, in dem auch ein Bauernkriegsdenkmal errichtet wurde.
1912 wurde dann die Gaststätte "Parkhaus" eröffnet, die mit ihrem Biergarten ein beliebtes Ausflugsziel der Mühlhäuser war..
In den fünziger Jahren von der HO übernommen, wurde die Gaststätte zu den Arbeiterfestspielen des Bezirkes Erfurt im Jahre 1974 modernisiert und erweitert.
Gleich nebenan befand sich seit den fünfziger Jahren eine große Freilichtbühne mit über 2000 Plätzen, wo Theater- und Filmveranstaltungen stattfanden und auch die Festwiesen wurden gern aufgesucht.
Nach der Wende gab es dann keine HO mehr und es fand sich auch kein Pächter für die gastronomische Nutzung. Also verkaufte die Stadt das Objekt, das dann - wie der ganze Stadtpark - langsam aber allmählich vergammelt.



1835 löste die neue Landstraße zwischen Mühlhausen und Eigenrieden den alten Hessenweg über den Tonberg ab.
Hier baute dann 1836 der Fuhrmann Christian Peter sein Haus an der neuen Straße nach Hessen und erwarb 1838 die Schankerlaubnis für den "Peterhof".
Nach seinem Tod wurde der Peterhof städtische Oberförsterei, aber der Ausschank wurde weitergeführt.
1905 übernahm die Familie Eckhardt den Gasthof, der immer mehr zum beliebten Ausflugsziel wurde, denn jetzt konnte man den Stadtwald mit der Straßenbahn erreichen und von hier aus über schöne Wanderwege auch den Peterhof.
1983 erwarb dann die LPG Thomas Müntzer die Gaststätte, die 1991 an den langjährigen Wirt, Küchenmeister Eberhardt Dörffling, überging. Heute ist der modernisierte Peterhof mit seinem neuen Hotelbereich, eine der wenigen Ausflugsgaststätten am Stadtrand, die noch erhalten sind.


Seit 1605 fanden an der Popperöder Quelle Brunnenfeste statt und 1749 erhielt der Senator Schollmeyer das Privileg, bei der Quelle ein Schenkhaus zu bauen.
1842 erwarb der Gastwirt Wetzel die Gaststätte und baute sie großzügig aus.
Die Nähe zur Stadt und die schöne Quelle mit ihrem 1614 erbauten Brunnenhaus, machten die Gastwirtschaft mit ihrem schattigen Biergarten, zum beliebtesten Ausflugslokal der
Mühlhäuser.


Hier fanden nach wie vor alljährlich die Brunnenfeste der Schulen statt und hier zeigte man den Besuchern aus nah und fern Thüringens schönste Quelle.
In der DDR-Zeit stark vernachlässigt, wurde die Gaststätte ab Ende der fünfziger Jahre von der HO bewirtschaftet, aber bereits Mitte der sechziger Jahre abgebrochen.
Die Quelle und das Brunnenhaus wurden später restauriert und sind nach wie vor ein Anziehungspunkt am Stadtrand.


Ja..., der Name Prinzenhaus geht auf ein fast historisches Ereignis zurück. Als Kaiser Wilhelm I. noch Prinz war, nahm er 1831 an einem Manöver der Ulanen bei Mühlhausen teil und geruhte von hier auf die Stadt zu blicken.
Statt einem Denkmal entstand dann 1900 hier am Stadtwald die Ausflugsgaststätte "Prinzenhaus", die 1914 abbrannte und danach in neuer Form wieder entstand. Der Neubau bot 500 Gaststättenplätze und 300 Plätze im Freien.

Von 1937 bis 1975 im Besitz der Familie Grabe, mußte der Name 1949 in "Grabes Waldgaststätte" umbenannt werden. 1975 erwarb der Konsum das Haus und führte es als "Waldcafé" weiter.
Nach der Wende gab es dann auch keinen Konsum mehr und das Objekt verfiel zusehends. Erst Ende der neunziger Jahre erwarb der Bauunternehmer Schilling das Haus am Walde, das im Jahre 2000 nach umfangreicher Sanierung wieder als "Prinzenhaus" eröffnet wurde. Wenn auch keine Straßenbahn mehr hier vorbei kommt, ist das "Prinzenhaus" heute wieder ein beliebtes Ziel für kleine Kaffefahrten oder für kleine und große Feiern und bietet auch mehrere Hotelzimmer für Übernachtungen an.

Im Mittelalter wurden am Galgenberg die Missetäter hingerichtet und erst 1808 wurde hier der letzte Galgen abgebaut.
1820 wurde das Gelände der mühlhäuser Schützenkompagnie übertragen und 1823 entstand hier die Gaststätte "Schützenberg". Mehrmals ausgebaut und erweitert wurde die Saalgaststätte mit seiner großen Bühne oft für Konzert- und Theaterveranstaltungen genutzt.

1948 in "Volksgarten" umbenannt, fanden hier neben regelmäßigen Tanzveranstaltungen und Feiern, auch oft gesellschaftliche Veranstaltungen statt. Seit den fünfziger Jahren von der HO bewirtschaftet, wurde das Objekt als "Zentrum der Jugend" geführt. Neben der bisherigen Nutzung für Feiern und Tanzveranstaltungen, fanden jetzt zunehmend Veranstaltungen für die Jugend (Jugend-Disko, FDJ-Veranstaltungen, Zirkelabende usw.) statt.
Nach der Wende wieder der Schützenkompanie übergeben und in "Schützenberg" umbenannt, stand das Objekt jahrelang leer und wurde erst 1998 nach gründlicher Sanierung wieder eröffnet. Heute steht der "Schützenberg" wieder für Veranstaltungen jeder Art zur Verfügung, aber die Zeiten, wo jede Woche hier ein volles Haus war, sind vorüber.

Also eigentlich war der Schwanenteich jahrhundertelang der untere Popperöder Teich und erhielt seinen Namen erst nachdem hier einige Schwäne angesiedelt und 1896 das "Schwanenteich"-Restaurant eröffnet wurde.
Schon ein Jahr später brannte der Neubau wieder ab und wurde 1898 neu aufgebaut. Als "größter Konzert- und Tanzsaal Thüringens" am idyllischen Schwanenteich und an der Straßenbahn zum Stadtwald, war die Gaststätte weithin beliebt.
In den beiden Weltkriegen als Lazarett und 1945/46 als Flüchtlingslager genutzt, wurde die Saalgaststätte dann immer mehr für Gr0ßveranstaltungen, Theateraufführungen und Betriebsfeiern genutzt und seit den fünfziger Jahren von der HO bewirtschaftet.
Bereits 1965 wurde das HO-Terassencafe eröffnet und versorgte ab 1967 mit seiner modernen Selbstbedienungsreihe (.. die erste dieser Art in Thüringen ...) über 700 Terrassenplätze.
An schönen Sommertagen waren diese 700 Plätze oft voll ausgelastet und auch die Saalkapazitäten des "Kulturzentrums Schwanenteich" wurden ausgiebig genutzt.
Nach der Wende vom ehemaligen Gaststättenleiter betrieben, hat der Schwanenteich heute - wie die übrigen Großgaststätten - mit der Marktwirtschaft und der geringeren Besucherzahl zu kämpfen. Irgendwie gibt es bei der Stadt Vorstellungen, das Objekt zu sanieren oder sogar durch einen Neubau zu ersetzen ..., aber bis das geklärt ist und bis ein Geldgeber gefunden ist, wird noch einige Zeit ins Land gehen.

Am Abhang der Eisenacher Straße entstanden oberhab des alten Friedhofes mehrere Felsenkeller. Unterirdische Bierkeller, in denen das Bier der verschiedenen mühlhäuser Brauereien gekühlt eingelagert wurde.
1872 hatte hier der Brauereibesitzer Henneberg seinen zweiten Felsenkeller bauen lassen, über dem dann um 1892 die gleichnamige Saalgaststätte entstand.
"Hennebergs Felsenkeller" mit seinem großen Saal, einer Kegelbahn und einem schönen Biergarten, wurde ebenfalls zum beliebten Treffpunkt der Mühlhäuser.
Der Turm war eigentlich für Kaiser Wilhelm II. errichtet worden, der von hier das Kaisermanöver bei Mühlhausen überblicken sollte. Aber irgendwie hat das dann nicht geklappt und der Turm wurde nach dem 1.Weltkrieg abgebrochen. (... es gab ja auch keinen Kaiser mehr ... Majestät waren jetzt in Holland ...)
Das Gartenlokal wurde dann in "Schweizergarten" umbenannt, war nach 1945 jahrlang von den "Freunden" genutzt worden, was dem Zustand nicht gerade zuträglich war, stand dann jahrelang leer und wurde vor einigen Jahren abgerissen.

Also eigentlich stand die 1865 errichtete Saalgaststätte "Stadtberg" auf dem Spielberg, wo in der Nähe der früheren Spielbergswarte "Kunzens Türmchen" stand und es dauerte garnicht lange, da gingen die Mühlhäuser eben nicht mehr auf den Spielberg, sondern auf den Stadtberg.



Jahrelang ein beliebtes Gartenlokal der Familie Ranft, mit einem wundervollen Blick über die Stadt und einer Saalgaststätte, wo die Maskenbälle mit der Kapelle Astra in den fünfziger Jahren besonders beliebt waren, wurde der Stadtberg 1968 als "Haus des Handwerks" der Kreishandwerkerschaft übergeben.
Das moderniserte Objekt erlebte noch einmal einen Aufschwung, wurde aber nach der Wende geschlossen, stand dann ´jahrelang leer und brannte 1995 teilweise ab.
Vor einigen Jahren entstand dann hier ein schöner Wohnblock mit einem ebenso schönen Blick über die Stadt und auch einige der großen Bäume des Biergartens stehen noch, aber das war es dann auch.


1840 hatte die Gesellschaft "Zur Erholung" am Tonberg ein Gartenlokal errichtet, wo unter dem Gastwirt Muthreich ab 1848 jeden Sonntag Tanz war. 1877 ließ dann der Gastwirt Louis Grein den nebenstehenden Neubau errichten. In den beiden Weltkriegen als Reservelazarett benutzt, wurde das bisherige Gartenlokal seit den fünziger Jahren als Jugendherberge genutzt, die Anfang der neunziger Jahre weiter ausgebaut und modernisiert wurde.


1900 eröffnete der Gastwirt Albert Schmidt aus Eigenrieden gegenüber vom Peterhof das Hotel und Pensionshaus "Waldfrieden", das 1939 - 45 als Unterkunft für Zwangsarbeiterinnen des Gerätebaues genutzt wurde. 1949 bis 1993 war dann hier das "Reichsbahn-Erholungsheim Waldfrieden" und seit 1995 befindet sich hier ein Pflege- und Seniorenheim, zu dem auch eine Ausflugsgaststätte gehört.
Eigentlich liegt der "Waldfrieden" schon auf der Gemarkung von Eigenrieden, aber das stört die Besucher wieder recht wenig.

1898 hatt der Kaufmann Koch ein Haus am Stadtwald bauen lassen, für das er aber erst nach der Fertigstellung der Straßenbahn zum Stadtwald die Schankgenehmigung bekam.
Obwohl etwas abgelegen wurde das "Waldschlößchen" auch zum beliebten Ausflugsziel. Ab 1955 als Kinderferienlager und ab 1967 als Touristenstation der Schulen genutzt, wurde dann 1992 hier ein Landschulheim mit 45 Betten eingerichtet.

1717 war das "Weiße Haus" am Rande des Stadtwaldes als Forst- und Jagdhaus des Rates der Stadt gebaut worden. Hier fand dann auch nach der Ratsjagd der Jagdschmaus der Jagdgesellschaft statt.
1807 erhielt der Förster Höfler die Erlaubnis, hier eine Schankwirtschaft zubetreiben. 1813 zogen nach der Schlacht bei Leipzig tausende Soldaten durch die Stadt und auch das Weiße Haus wurde als Lazarett eingerichtet. Viele starben an Typhus und wurden ".. nebenan im Holze begraben ..."

1849 wurde die "neue Chaussee von Popperode nach dem Weißen Hause .." gebaut und die Waldgaststätte wurde zum beliebtesten Ausflugsziel der Mühlhäuser. 1863 berichtet die Chronik: "... ein Omnibus (Pferdedroschke) vermittelte sonntags den Verkehr, bei schönem Wetter auch in der Woche ..."
1898 erhielt die Gaststätte weitere Anbauten und war nach dem Bau der Straßenbahn "... Endstation der Eelektrischen ..."Die Gaststätte war bis 1939 geöffnet und sollte dann als Reichsfachschule für Wald- und Forstwirtschaft umgebaut werden. Aber dann kam der 2.Weltkrieg und 1945 die Rote Armee, die hier einen Pferdestall einrichtete und nach einem Brand wurde das Objekt dann 1948 abgerissen.

"Weymars Felsenkeller" war laut Annonce um 1910 das "...schönste Garten- und Konzertlokal Thüringens .."
Als es hier 1890 bei der angeordneten Auflösung einer Veranstaltung der SPD zu Tumulten kam, gingen 50 Ulanen der mühlhäuser Garnison mit gezogenem Säbel gegen die Masse vor und es gab zahlreiche Verletzte.
1943 als "Bürgergarten" vom Gastwirt Pabst geführt, war das Objekt im 2. Weltkrieg als Luftschutz-Hilfskrankenhaus vorgesehen. Ein Plan, der aber nicht verwirklicht werden mußte.
1952 wurde aus dem "Bürgergarten" das "Haus der Einheit", das als Klubhaus des Rates des Kreises genutzt wurde, aber dann ab 1959 als Mensa des Pädagogischen Instituts diente. Auch nach der Wende war hier dann noch einige Jahre eine Großküche in Betrieb, aber die Zeit als Gartenlokal war auch hier lange vorbei.


Von den 15 Gartenlokalen der vergangenen Jahre sind gerade mal noch 5 gastronomische Objekte übrig geblieben, der Schützenberg, der Schwanenteich, das Prinzenhaus, sowie Peterhof und Waldfrieden ...., eigentlich schade...!


Übrigens ....,
die Terasse am Schwanenteich wird ja wohl in diesem Jahr (2010) auch nicht viel Zulauf haben, denn der Schwanenteich soll mal wieder entschlammt werden und da ist es ja mit der Idylle erst mal vorbei. Über den Schwanenteich und die Fischerei in und um Mühlhausen, soll der nächste Beitrag berichten ...
Also dann ....