Sonntag, 24. Juli 2011

91) Gastronomie in Mühlhausen

.. Gastronomie in Mühlhausen..

Smiley möchte - wie immer - erst einmal klären, was es mit der Gastronomie auf sich hat.
Die ursprüngliche Bezeichnung stammt ja vom Gast ab, der als Besucher meist mehr oder weniger gastfreundlich aufgenommen wurde. Während der Gast in der Gastwirtschaft nur mit Speisen und Getränken versorgt wurde, konnte er im Gasthaus oder Gasthof auch übernachten .. und das ganze nannte man dann eben Gastronomie.

germanische Gastlichkeit


Schon bei unseren Ur-, Ur-Ahnen stand die Gastfreundschaft im hohen Kurs.. und besoders bei den hohen Herren wurde gern mit den Gästen gefeiert und gezecht ..., aber erst nach und nach entwickelte sich auch bei uns ein selbständiges Gaststätten-gewerbe, wo man Bewirtung und Beherbergung gegen Bezahlung erhielt.
Im Mühlhäuser Reichsrechtsbuch von 1220 wird dann auch schon von den Tavernen berichtet, wo der Bürger belangt wurde, wenn er seine Zeche nicht bezahlen wollte oder konnte.
 
 

Gastlichkeit im Mittelalter
Auch in einigen alten Berichten kamen ehemalige mühlhäuser Gasthäuser vor. So in der Sage von den gebratenen Rebhühnern, die aus dem "goldenen Löwen" am Obermarkt auf den halbfertigen Bau der Marienkirche flogen.
Hier im Goldenen Löwen brach auch der große Brand von 1487 aus, der zahlreiche Häuser bis zum Görmartor vernichtete. Der Brandstifter flüchtete, wurde aber gefasst und "mit glühenden Zangen angegriffen" ..".. über die Brandstätte geschleift.." ... und auf der Richtstätte "gerechtfertigt".






"Wirtshaus" von Ludwig Richter
In der Stadt lagen die meisten Gasthäuser am Ober- und Untermarkt, während in den Vorstädten jeweils nur ein Gasthaus zugelassen war.
Die Vorstadtgasthäuser wurden besonders gern von Durchreisenden aufgesucht, sparte man doch hier das Torgeld an den Innenstadttoren. Die Wirte mußten sich allerdings ihr Bier aus der Innenstadt holen, denn nur die brauberechtigten Vollbürger der Innenstadt durften in den Brauhäusern brauen lassen.
Die Vorstadtgasthäuser lagen meist an den Zufahrtsstraßen, wie der "Schwarze Adler" an der Langensalzaer Straße, der "Rote Löwe" an der Eisenacher Straße, der "Rote Hirsch" an der Wanfrieder Straße, der "Rehbock" an der Johannisstraße, der "Mohr" an der Ammerstraße und das "Goldene Kreuz" an der Sondershäuser Straße.
 
 

Brauhaus von 1607
1607 war das Brauhaus in der Wahlstraße gebaut worden. Zu den vier Brauhäusern der Stadt gehörten insgesamt 442 Vollbürgergrundstücke mit Braugerechtigkeit. Hier wurden die Zutaten von den Brauberechtigten nach einer Prüfung durch eine Ratskommission angeliefert und nach Fertigstellung das Bier - meist 24 Fass - durch die Brauknechte ausgeliefert.
Im Mittelalter war das mühlhäuser Bier weithin bekannt und beliebt, aber es mußte auch schnell vebraucht werden.
Als Mühlhausen dann 1802 zu Preußen kam, fielen die alten Braugerechtigkeiten weg .. "und jeder konnte brauen soviel er kann und will .." (Brauchte allerdings trotzdem eine Genehmigung des Rates zum Bierbrauen.)
Aber das Schicksal der Brauhäuser war damit besiegelt und sie wurden bald aufgegeben. Nur das Haus in der Wahlstraße ist heute noch vorhanden.
 
 

im Gasthaus /  17.Jh.
Auch von den Gasthäusern der Innenstadt, die Altenburg 1824 beschreibt, bestehen die meisten nicht mehr.
Damals gab es, den "Goldenen Löwen", das "Weiße Roß", die "Goldene Sonne", den "Goldenen Stern", den "Halben Mond", den "Roten Ochsen", die "Grüne Linde", die "Goldene Krone", den "Goldenen Adler", den "Goldenen Engel", den "Wilden Mann", den "Blauen Hecht", den "Weißen Schwan" und den "Deutschen Kaiser", die sich überwiegend an den Marktplätzen befanden.






 

Sperrstunde
Mit der Einführung der Gewerbefreiheit Anfang des 19. Jahrhunderts, entstanden dann bald weitere Gaststätten, sowohl in der Innenstadt, wie auch in den Vorstädten.
Noch gab es aber einen Teil der alten Vorschriften und wenn der Nachtwächter die Sperrstunde verkündete, mußte auch die schönste Lokalrunde aufgelöst werden.





 

Gasthof "Peterhof"
Anfang des 19. Jahrhundert war die neue Landstraße nach Eigenrieden entstanden und 1838 hatte dann der Fuhrmann Peter an der Straße den Gasthof "Peterhof" eröffnet.
Bereits 1807 hatte der im Weißen Haus wohnende Förster die Genehmigung für den Betrieb einer Schankwirtschaft erhalten.
Der Stadtwald wurde in der Folgezeit zum beliebten Wander- und Ausflugsziel.






 

"Schwarzer Adler"
Als der Geheimrat Goethe 1802 im "Schwarzen Adler" logierte, gehörte dieser zu den renommierten Vorstadtgasthäusern.
Aber bald entstanden in den Vorstädten weitere Gastwirtschaften, zum Teil auch mit einer Gartenwirtschaft oder mit Saalbetrieb, wie Eisenhardts Lokal in der Schaffentorstraße oder Weymers Felsenkeller in der Spielbergstraße.




 

"Berliner Hof"
1840 wurde an der Burg der "Berliner Hof" eröffnet, der mit seinem großen Festsaal bald als mühlhäuser Schauspielhaus beliebt wurde.
Hier fanden zahlreiche Bälle und Festveranstaltungen, sowie Theater- und Konzertabende statt und nach 1900 auch die ersten größeren Filmvorführungen.
In den fünfziger Jahren wurde dann das baufällige Gebäude abgebrochen.





 

Tonberggaststätte - (Entwurf)
1820 war am Tonberg die Tonberggastätte entstanden, wo dann 1848 jedes Wochenende Tanzmusik geboten wurde. 1877 wurde die Saalgaststätte erweitert und war ebenfalls mit seiner schönen Aussicht über die Stadt ein beliebtes Wochenendziel.














.. beliebte Saalgaststätte ..
An der oberen Eisenacher Straße war im 19. Jahrhundert die Saalgaststätte "Hennebergs Felsenkeller" entstanden.
An den Hängen des Stadt- und Spielberges waren damals mehrere Felsenkeller gebaut worden, in denen die verschiedenen Brauereien der Stadt ihr Bier eisgekühlt einlagerten.
So war dann oberhalb des Bierkeller von Hennebergs Bierbrauerei die große Saalgaststätte entstanden, in der um 1900 neben den Tanzveranstaltungen auch zahlreiche Versammlungen der Parteien stattfanden.






 

Bierkutscher am Coburger Hof
Von den sechzehn Brauereien im 19. Jahrhundert blieben dann aber nur einige größere Brauereien übrig, die dann nicht nur die mühlhäuser Gaststätten belieferten, sondern auch Filalen außerhalb hatten.
In der Stadt gehörte damals, wie hier vor dem "Coburger Hof" in der Sondershäuser Straße, der Bierkutscher zum täglichen Bild auf den Straßen.







 

Gasthaus "Zum Kronprinz"
Aber Ende des 19. Jahrhunderts gehörte dann auch die neue Straßenbahn zum Stadtbild, die dann vom Bahnhof erst bis nach Popperode und dann bis zum Weißen Haus fuhr.
Anfangs war die Haltestellte am Untermarkt noch vor dem "Gasthaus zum Kronprinz", das neben dem Gerichtsgebäude lag.
Gegenüber befand sich jetzt der "Englische Hof", der früher als "Goldener Engel" und später als Hotel "Schlenker" betrieben wurde.





 

"Schwanenteich-Restaurant" um 1900
1896 war die Spinnerei in der ehemaligen Schneidemühle am unteren Popperöder Teich abgebrannt und im selben Jahr ließ der "Restaurateur" Ackermann hier das Restaurant "Zum Schwanenteich" bauen. Ein Jahr später brannte der Neubau ab und wurde völlig neu aufgebaut.
Jetzt hatte das Schwanenteich-Restaurant Platz für 1.400 Personen und wurde durch die neue Straßenbahnhaltestelle ebenfalls von den Mühlhäusern gern besucht.










Gaststätte "Popperode" um 1900
Auch Popperode, das mit seiner Quelle schon immer ein beliebtes Ausflugsziel war, wurde mit seiner 1749 errichteten Gaststätte immer wieder gern aufgesucht.
Zu den jährlich stattfindenden Brunnenfesten war es üblich, den Kuchen und das Kaffeegeschirr mitzubringen. Der "Bliemchenkaffee" wurde dann in Küche überbrüht.
Aber natürlich wurde, besonders von den Männern, nicht nur Kaffee getrunken und mancher kam auf dem Heimweg ins Schwanken.










"Prinzenhaus" um 1905
Nach dem Bau der Straßenbahn war am Rande des Stadtwaldes das "Prinzenhaus" eröffnet worden, das aber ein paar Jahre später ebenfalls abbrannte und 1914 neu aufgebaut wurde.
Von hier hatte einige Jahrzehnte vorher der preußische Kronprinz Wilhelm ein Manöver der Ulanen geleitet ... also eine "Historische Stätte" .. ;-)






 

"Weißes Haus" um 1910
Historisch war eigentlich auch das "Weiße Haus", das aus dem ehemals städtischen Forsthaus zum beliebten Ausflugsziel wurde.
Bereits 1807 hatte der damalige Förster die Schankerlaubnis erhalten und nach und nach wurde das Weiße Haus immer mehr erweitert. Als dann noch die Weiße-Haus-Chaussee" angelegt wurde und Ende des Jahrhundert hier die Endstation der Straßenbahn war, fanden hier immer mehr Veranstaltungen statt.
Das Weiße Haus war dann oft Ziel und Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen durch den Stadtwald.





 

Gaststätte "Parkhaus" um 1914
Ein ebenso beliebtes Ausflugsziel wurde das 1910 erbaute Parkhaus im neuen Stadtpark am Rieseninger Berg.
Mit dem Goldfischteich und den schönen Festwiesen sowie den Konzerten am Wochenende, wieder ein neues Ziel für die Mühlhäuser. Hier befindet sich in der Nähe auch das 1901 errichtete Bauernkriegsdenkmal.











Gaststätte "Stadtberg" um 1917
Mit dem 1. Weltkrieg kam eine neue Nutzung für mehrere Saalgaststätten..., sie wurden als Notlazarette umgestaltet.
So unter anderen die Loge (das heutige Puschkinhaus) und das Stadtbergrestaurant (im Bild) ..., wo man zwar einen schönen Blick über die Stadt hatte...., aber auch die Aussicht, bald wieder an die Front zu müssen.
 
 
 


Gasthof zur Heimat - Jakobiszraße
Anfang der dreißiger Jahre, nach Inflation und Rezession, die Zeit der heftigen Kämpfe zwischen den Parteien.
Der Gasthof zur Heimat - die spätere Jakobischenke - war damals Wahlstützpunkt der KPD und oft kam es nach den Versammlungen zu Zusammenstößen zwischen Links und Rechts.
1933 setzte sich aber dann die NSDAP durch und die anderen Parteien wurden verboten.
 
 


Werbung 1943
Im Wohnungsanzeiger von 1943 sind dann 102 Gaststätten in der Stadt aufgeführt. Darunter 7 Hotel und 13 Gasthöfe, 10 Saalgaststätten und 56 Gastwirtschaften, sowie 16 Kaffehäuser, Eisdielen usw.
Auch im 2.Weltkrieg wurden mehrere Saalgastätten als Notlazarette vorgesehen und ein Teil der übrigen Gaststätten waren geschlossen, weil die Betreiber eingezogen wurden.
Nach 1945 kam der Gaststättenbetrieb nur langsam wieder in Gang.
Am Steinweg wurde eine Wärmehalle eingerichtet, wo man für 10 Pfennig eine Tasse "Muckefuk" erhielt und in der Volksküche wurde an Bedürftige täglich eine warme Mahlzeit ausgegeben.
Ansonsten gab es Speisen nur gegen Lebensmittelmarken und das Getränkeangebot war auch relativ dürftig. Da waren dann Zigaretten (das Stück für 5,-- Mark) dann zur wichtigen Tauschwährung geworden.





 

"Café Central" ab 1949 - HO -
1949 wurde dann im Central Café die erste "Freie Gaststätte" der HO eröffnet, wo man Speisen und Getränke (auch Bohnenkaffee) ohne Markenabgabe, allerdings zu erhöhten Preisen, erhielt.
Hier wurde dann auch regelmäßig am Abend Tanzmusik geboten, so daß das CC bald ein beliebter Treffpunkt wurde.
Nach und nach folgten in der Stadt weitere, auch kleinere Gaststätten, als HO-Gaststätten, während auf dem Lande vorrangig der Konsum die größeren Gaststätten übernahm.
 
 



 

"Thuringiahaus" erbaut 1928
Mit der Übernahme des Thuringia-Hauses durch die HO, entstand neben den Thuringia-Lichtspielen, mit dem Thuringia-Restaurant und dem Thuringia-Café ein gastronomisches Zentrum am Steinweg.
Im Tanzcafé spielte in den fünfziger Jahren täglich die beliebte Tanzkapelle "Kawapari".
Aber auch Kapellen wie "Bewapari" die am Volksgarten spielte und die Kapelle "Astra" am Statdberg lockten nicht nur zu den Maskenbällen die tanzfreudigen Mühlhäuser an.
 
 
 
"Eisenhardts Lokal" - Schaffentorstraße
Einige Saalgaststätten, wie Eisenhardts Lokal in der Schaffentorstraße, wurden von Organisationen oder Vereinen übernommen und so überwiegend von diesen genutzt.
So auch der frühere Bürgergarten in der Spielbergstraße, der später als Mensa des Pädagischen Instituts genutzt wurde.









HO-Hotel  "Grüne Linde"
Auch die Grüne Linde war von der HO Mühlhausen übernommen worden und war neben dem Hotel Schlenker das größte Hotel der Stadt. Besonders beliebt war auch das Speiserestaurant, das in den siebziger Jahren noch eine Sonderabteilung als Fischrestaurant erhielt ...., eine von "oben" geforderte Maßnahme, die aber nicht lange Bestand hatte.
 
 







an der Breitsülzenquelle um 1950
Die Gaststätte "Zur Breitsülze" wo seit jahrzehnten ebenfalls Brunnenfeste gefeiert wurden, war von der GPG Edelweiß, dem späteren VEB Grünanlagenbau, übernommen worden.
Noch in den sechziger und siebziger Jahren fanden hier Brunnenfeste statt, die aber dann nur noch an der Popperöder Quelle durchgeführt wurden.
Nach der Wende von der TUPAG-Holding übernommen, wurde die Gaststätte noch einige Jahre privat weitergeführt, aber dann gekündigt und abgerissen.





 

HO-Terrassencafé Schwanenteich
1966 hatte die HO mit dem Terrassencafé am Schwanenteich eine moderne Selbstbedienungseinrichtung geschaffen, wo 700 Freisitzplätze versorgt wurden.
Die SB-Reihe war damals richtungsweisend für die Entwicklung der Selbstbedienung im Bezirk Erfurt und darüber hinaus.





 

HO-Hotel "Stadt Mühlhausem"
Ebenso richtungsweisend war das 1969 eröffnete HO-Hotel Stadt Mühlhausen.
Hier war unter Einbeziehung des historischen Hotels Schlenker ein moderner Hoteltrakt mit 120 Betten, ein modernmes Hotelrestaurant, eine Pilsner-Bierstube und im Kellergeschoss eine Tanzbar, entstanden.
Im Mittelbau gab es dann später noch eine Intershop-Verkaufsstelle, die ja eigentlich für Westbesucher gedacht war..., wo aber auch die Mühlhäuser gern ihr "Westgeld" gegen die begehrte "Westware" einlösten.













"Stadtberg" - Haus des Handwerks
Die beliebte Saalgaststätte "Zum Stadtberg" wurde unrsprünglich von der Familie Ranft betrieben und war mit der Hauskapelle "Astra" ein gern besuchtes Tanzlokal, das dann von der Kreishandwerkerschaft als "Haus des Handwerks" übernommen und modernisiert wurde.
Gern besucht wurde auch das Gartenlokal mit seiner schönen Aussicht über die ganze Stadt.











Goldbroiler im "Nachbar"
In den sechziger Jahren waren überall in der DDR die neuen Broiler-Gaststätten entstanden und so wurde auch in Mühlhausen bald der Nachbar als HO-Broiler-Gaststätte eingerichtet.
Später wurde der Nachbar dann aber wieder als normale Speisegaststätte geführt und die Broiler-Bar an den Untermarkt umgelagert.
 
 
 

Schützenberg - Volksgarten - Zentrum der Jugend
Aus dem "Schützenberg" war in den fünfziger Jahren der "Volksgarten" geworden, der in den siebziger Jahren dann zum "Zentrum der Jugend" umfunktioniert wurde.
Während früher hier neben Fest- und Tanzveranstaltungen auch Theater-Vorführungen stattfanden, wurden jetzt immer mehr Diskos durchgeführt und natürlich auch die jährlichen Ausstellungen der "Messe der Meister von Morgen" (MMM).






 

Parkhaus-Erweiterung 1974
1974 wurde die HO-Gaststätte Parkhaus anläßlich der Arbeiterfestspiele der DDR im Bezirk Erfurt umfassend modernisiert und erweitert.
Schon vorher war das Parkhaus durch die nebenan liegende Freilichtbühne im Thomas-Müntzer-Park ein beliebtes Naherholungsziel.
Leider verlor der Thomas-Müntzer-Park durch die schlechten Zufahrtswege an Beliebtheit ... (am Ende der Th.-Müntzer-Straße lag die mühlhäuser "Dreckschleuder", der VEB Kohlehandel ..)
Nach der Wende war dann das Parkhaus herrenlos, Freilichtbühne und Park vergammelten ... und aus dem einstigen Schmuckstück wurde nach und nach ein Schandfleck.








 

ehemalige Gaststätte "Tannhäuser"
Einige alte Gaststätten, wie der ehemalige "Tannhäuser" an der Burg, die "Deutsche Eiche" in der Friedrichsatraße u.a. waren schon in der DDR-Zeit geschlossen worden... Ihnen folgten nach der Wende dann weitere. Die HO-Mühlhausen wurde von der Treuhandgesellschaft "abgewickelt" und nur wenige Gaststätten wurden von den bisherigen Gaststättenleitern übernommen.
 
 

Gaststätte "Zum Nachbarn" um 1990
Nach 1990 wurden dann mehrere Gaststätten, wie der "Nachbar" privat weiter geführt, aber mehrere bekannte Adressen, wie die "Grüne Linde", das "Thuringiahaus", der "Goldene Stern" und der "Stadtberg" gehörten bald der Vergangenheit an.
Auch das Hotel "Stadt Mühlhausen" schaffte den Sprung in die Marktwirtschaft nicht und so wurde "das erste Haus am Platze" im Jahre 1998 abgebrochen.






 

Brauhaus "Zum Löwen"
Das "Brauhaus zum Löwen", das in der früheren Löwenapotheke am Kornmarkt entstand, gehörte zu den ersten Hotels, die nach der Wende hier neu entstanden.
Bald folgten weitere neue Hotels, wie das "Mirage", das "Sporthotel" und andere. Auch neue Gaststätten, wie die "Hopfenblüte", der neue "Nachbar" an der Eisenacher Landstraße, sowie mehrere China-Restaurants entstanden jetzt.
Na und Pizza-Gaststätten und MCDonald und Co. durften natürlich auch nicht fehlen.
 
 
 

"Weinbergschlößchen"
Aus einigen ehemaligen HO-Gaststätten wurden attraktive kleine Gaststätten, wie z.B. das "Weinbergschlößchen", der "Gambrinus" u.a.
Aber auch zahlreiche neue Gaststätten, Cafés und Hotels bieten jetzt wieder eine interessante gastronomische Palette.





























"Prinzenhaus" um 2000
Auch am Stadtwald bieten das Waldgasthaus "Peterhof" und das "Prinzenhaus" vielfältige Leistungen für Ausflügler und für Feierlichkeiten, na .. und den Wald, mit seinen schönen Wanderwegen, hat mann direkt vor der Tür.
 
 
 
 
 

Die Gastronomie in Mühlhausen hatte zwar eine wechselvolle Geschichte .., aber kann sich auch heute wieder sehen lassen.
Na ja ... und wie Smiley die Mühlhäuser kennt, werden auch noch die zahlreichen gastronomischen Objekte in der Umgebung, zum Beispiel am Naturpark Hainich usw. gern genutzt.
 
Also .. dann ... Prosit ..!!


Günter Körber

 Mühlhausen den 24.07.2011

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